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04/02/11

Neue Proteste vor dem Hotel Vincci in Lissabon

Am Abend des 29. Januar protestierte die portugiesische Sektion der IAA erneut vor dem Hotel Vincci in Lissabon. Dies war der zweite Protest aus Solidarität mit dem Genossen Samuel Puente von der CNT Granada, der nach einem Arbeitsunfall von dem Unternehmen entlassen wurde. Bei der ungefähr zweistündigen Aktion wurden Flugblätter über den Fall verteilt.

24/01/11

Direkte Aktion vor dem Hotel Vincci in Lissabon

Am 15 Januar organisierte die AIT-SP einen solidarischen Protest vor dem Hotel Vincci in Lissabon, dem einzigen Hotel der Kette in Portugal. Rund eine Stunde wurden ArbeiterInnen, KundInnen und PassantInnen informiert. Die AIT-SP hatte Banner auf denen zu lesen stand: „Tu etwas gegen Ausbeutung auf dem Arbeitsplatz“, „Organisiert und kämpft“ und „Hotel Vincci beutete einen Arbeiter aus und entließ in dann nach einem Arbeitsunfall! Für die sofortige Wiedereinstellung von Manuel Puente!“

Mit dieser Aktion reagierte die AIT-SP auf eine Bitte der CNT-AIT Granada, vor dem Hotel Vincci in Lissabon für die Wiedereinstellung von Manuel Puente zu demonstrieren.

20/12/10

Bericht über den Generalstreik in Portugal am 24. November 2010


Der erste Generalstreik in Portugal seit 22 Jahren erhellt die soziale Situation in diesem Land. Eigentlich ist das Konfliktpotential in Portugal sehr gering und die Anzahl der Streiks sank in den letzten 30 Jahren trotz einer stetigen Verschlechterung der Situation der Arbeiterklasse. Gleichzeitig sinken die Mitgliedszahlen in den Gewerkschaften, denn die beiden von Parteien gelenkten Gewerkschaften dienen mehr der Befriedung und dafür Konflikte abzuwürgen, als Ausbeutung zu bekämpfen – und das blieb nicht unbemerkt.

Die portugiesische Gesellschaft hat in den letzten 50 Jahren einen bemerkenswerten Wandel durchlebt. Beginnend mit einer raschen Industrialisierung in den 1960ern, die vor allem durch ausländisches Kapital angeheizt worden war, entstand eine kämpferischere und organisierte Arbeiterklasse. Dann gab es einen Prozess der Deindustrialisierung, in dessen Folge Portugal sich zu einem Billiglohnland entwickelte, mit billigen Arbeitskräften wie in Osteuropa oder Asien. Heute besteht die portugiesische Wirtschaft vor allem aus kleinen ineffizienten Dienstleistungsunternehmen mit ArbeiterInnen in prekären Beschäftigungsverhältnissen und niedrigen Löhnen. Die ArbeiterInnen sind voneinander isoliert und es gibt keine Tradition des Arbeitskampfes. Das ganze System ist seit 10 Jahren in einem konstanten Krisenzustand mit den ArbeiterInnen als erstem Opfer.

15/04/10

Internationaler Aufruf zur Solidarität: Unterstützt die 11 von Lissabon!


http://www.fau.org/artikel/art_100325-204847


Portugiesische AntifaschistInnen vor Gericht / Die anarchosyndikalistische AIT-SP ruft zu internationalen Protesten auf


Am 25. April 2007, dem Jahrestag des Sturzes der faschistischen Diktatur durch die Nelkenrevolution, fand in Lissabon eine von AnarchistInnen organisierte anti-autoritäre Demo gegen Faschismus und Kapitalismus statt. Sie setzte ein Zeichen gegen den zunehmenden Einfluss und die Bedeutung faschistischer Gruppen in Portugal sowie die Versuche, den früheren Diktator, Antonio de Oliveira Salazar, zu rehabilitieren. Über 500 Menschen nahmen daran teil.

Die meisten Menschen verließen auf dem Largo de Camões, einem Platz im Zentrum der Stadt, die Demonstration, von dem aus eine zweite startete. Als diese in der Rua do Carmo anlangte, riegelten Aufstandsbekämpfungseinheiten der Polizei die Straße ab, schlossen die DemonstrantInnen ein und lösten die Demo gewaltsam auf. Mehrere Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer. 11 DemonstrantInnen wurden verhaftet und stehen nun wegen des Vorwurfs zivilen Ungehorsams, Beleidigung und Angriffs auf Polizeibeamte vor Gericht. Ihnen drohen Haftstrafen von sechs Monaten bis zu fünf Jahren.